about

gleichberechtigung durch kommunikation,

denn kommunikation ist macht.

Diese Macht gilt es in Agenturen, Unternehmen, Pressestellen oder Freelance wahrzunehmen und für das gemeinsame Ziel einer gleichberechtigten Gesellschaft einzusetzen. An der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit macht jede Entscheidung für eine diverse und sensible Repräsentation und Kommunikation einen Unterschied.

Wir wollen auf Missstände aufmerksam machen, Handlungsempfehlungen geben, zum gemeinsamen Lernen anregen, Sensibilität herstellen und positive Beispiele feiern. Wir wollen Anlaufstelle und Netzwerk sein, für alle, die den Mut haben, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und einen Unterschied zu machen. Wir wollen Verbündete sein und für mehr Diversität eintreten – in unserer täglichen Arbeit, aber auch an unseren Arbeitsplätzen in Agenturen und Organisationen. Wir wollen Panels und Summits veranstalten, uns vernetzen und miteinander in den Dialog treten. Wir wollen veraltete Strukturen hinterfragen, aufbrechen und den Weg bereiten hin zu einer gleichberechtigten Kommunikationsbranche, die ihr volles kreatives Potenzial entfalten kann, ohne dabei ganze Bevölkerungsgruppen zu übergehen oder auszuschließen.

mission

 
 

representation matters

Als PR Consultants, Marketer, Copywriter, Art Director oder Social Media Manager arbeiten wir an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Jeden Tag sorgen wir dafür, dass unsere Clients in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Wir schreiben Pressemitteilungen, platzieren Gastbeiträge, vereinbaren Interviews, erstellen Anzeigen, betreuen Blogs und Social Media. Jeden Tag entscheiden wir mit darüber, wie die Organisationen, für die wir arbeiten, in der Öffentlichkeit auftreten. Jede unserer Handlungen hat einen direkten Einfluss auf viele Menschen. Auf diejenigen, die unsere Texte lesen, unsere Bilder sehen, unsere Interviews hören.

 

Unsere Arbeit bringt eine große Verantwortung mit sich. Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch. Nichts verlässt das Office, ohne vorher mehrere Feedbackschleifen gedreht zu haben, Schnellschüsse gibt es bei uns nicht. Wir bieten eine Dienstleistung an, eine Leistung, die sowohl strategisches, als auch kreatives Vermögen erfordert. Wir möchten, dass unsere Clients zufrieden mit uns sind, dass ihre Sichtbarkeit erhöht wird, ihre Expertise gestreut oder Leads generiert werden. Am besten das ganze Paket.

 

Wir beraten, wir kreieren, wir produzieren. Wir wollen Reichweite erzielen, Impact generieren und Trends setzen. Wenn etwas schief geht, übernehmen wir die Verantwortung gegenüber unseren Auftraggeber:innen. Aber übernehmen wir auch Verantwortung für die Gesellschaft, die wir tagtäglich mit Content versorgen?

 

Unser Job bringt nicht nur eine interne Verantwortung und Rechtfertigungspflicht mit sich, sondern auch eine Pflicht nach außen. Eine Pflicht, sowohl inhaltlich als auch moralisch korrekt zu handeln. Für die Einhaltung dieser Pflicht haben wir Institutionen wie den PR-Rat, ein freiwilliges Organ der Selbstkontrolle, das einschreitet, wenn Fehlverhalten in unserem Berufsfeld passiert.

 

Doch unsere Verantwortung geht weiter. Wir befinden uns an einer Position, die mit einer unterschätzten Macht einhergeht. Schließlich besteht unsere Arbeit darin, den öffentlichen Diskurs zu prägen, Vorbilder zu zeigen, Inhalte zu streuen.

 

Es gibt in unserer Branche jedoch einen elementaren Aspekt, der bisher stark vernachlässigt wird: das Bewusstsein für eine diverse Kommunikation. Es fehlt an der Sensibilität für geschlechtergerechte und antirassistische Kommunikationsstrategien, die die Sichtbarkeit marginalisierter Personengruppen erhöhen. Noch immer werden vorrangig weiße, männliche Meinungen in der Öffentlichkeit präsentiert. Noch immer wird die Agenda vieler Branchen über die immer gleichen stimmen verbreitet. Noch immer sind rein weiße/männliche Panels der Standard, ebenso wie Titel von (Fach-)Magazinen. 

 

Statt die Realität abzubilden, werden in der Öffentlichkeit Stereotype reproduziert und gefestigt. Durch die einseitige Darstellung werden viele Perspektiven übergangen. So entsteht ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit, das unserer diversen Gesellschaft nicht gerecht wird. Erfahrungen von Frauen, BIPoCS, dis:abled oder LGBTQI werden nur mangelhaft oder gar nicht wiedergegeben.

 

Dieses verzerrte Bild hat weitreichende folgen: 

  • es fehlen Vorbilder

  • die Zielgruppe wird verfehlt und Potenzial liegen gelassen

  • bestehende gesellschaftliche Missstände werden reproduziert

  • es kommt zu Nachwuchs-Problemen


 

Als Expert:innen für Public Relations sollte uns das aufstoßen. Es sollte uns auffallen, wenn das Bild unserer Company sich nicht an die sich wandelnde Gesellschaft anpasst. Es sollte uns wichtig sein, unsere Sprache inklusiv zu gestalten. Wir sollten sensibel sein für die mangelnde Repräsentation ganzer Bevölkerungsgruppen. Denn wir haben es in der Hand, wie der öffentliche Diskurs geprägt wird. Wir haben es in der Hand, wen wir sprechen lassen und worüber. Wir haben jeden Tag die Möglichkeit, einen Unterschied zu machen. Mit unserer Arbeit können wir einen wichtigen Beitrag für eine gleichberechtigte Gesellschaft leisten. Wir müssen uns nur trauen, unser Handeln zu hinterfragen, Entscheidungen zu kritisieren und den Mut haben, es anders zu machen, als es sonst gemacht wird.

 

Comms for Equality will genau das: auf Missstände aufmerksam machen, Handlungsempfehlungen geben, zum Lernen anregen, Sensibilität herstellen und positive Beispiele feiern. Wir wollen Anlaufstelle und Netzwerk sein, für alle, die den Mut haben, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und einen Unterschied zu machen. Den Unterschied, den es braucht, um eine bessere Zukunft zu gestalten, in der Repräsentation keine Frage von Lautstärke, sondern von Bewusstsein ist.

 

who - quereinstieg mit attitude

nanna-josephine roloff

  • die mit der tamponsteuer

  • menstruationshintergrund 

  • was mit Sprache bei oseon

Nanna ist PR-Beraterin bei der Kommunikationsagentur Oseon. Dort betreut sie Technologie-Unternehmen aus den Bereichen Enterprise IT, SaaS und AdTech. Bevor sie in die Branche kam, studierte sie Politik und Öffentliches Recht an der Universität Passau und war für die Demokratie-Plattform abgeordnetenwatch.de tätig.

 

Im März 2018 startete sie gemeinsam mit ihrer Freundin und Genossin Yasemin Kotra die Kampagne gegen die sogenannte Tamponsteuer. Über eine Petition, eine breite Medienkampagne, Unternehmenskooperationen und Lobbygespräche mit der Politik, gelang es schließlich eine Gesetzesänderung zu erwirken. Aufgrund ihrer Arbeit wird auf Menstruationsprodukte seit Januar 2020 der reduzierte Steuersatz angewendet.

 

Im Laufe der Kampagne lernte sie Natalia kennen, deren Berichterstattung für die FAZ wesentlich zum Erfolg des Projekts Tamponsteuer beigetragen hatte.

 

Für Nanna ist Empowerment und gelebte Solidarität einer der wichtigsten Bausteine auf dem Weg in eine gleichberechtigte Gesellschaft. Mit dem Werkzeug der Kommunikation kann diese gegenseitige Unterstützung in eine breite Öffentlichkeit getragen werden und so den Diskurs positiv beeinflussen.


Mit Comms for Quality möchte sie eine Plattform schaffen, die Kommunikator:innen zusammenbringt und Sensibilität für die Hebel der Macht herstellt. Denn Kommunikation bedeutet Verantwortung und diese Verantwortung muss endlich wahrgenommen werden.

natalia wenzel-warkentin

  • ex-journo & arbeiter*innen kind

  • migrationshintergrund 

  • was mit Sprache bei agentur stern

Natalia ist Junior PR-Beraterin bei der Fullservice-Agentur Stern in Wiesbaden. Dort betreut sie Kund:innen aus den Bereichen Lifestyle, Consumer & Food. Bevor sie in die Branche kam, studierte sie Germanistik in Frankfurt & Mainz  und war nach diversen Stationen in Radio und print u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig.

 

Bei der FAZ schrieb sie vor allem über Feministisches, Klassistisches und Kampagnenarbeit. Außerdem kümmerte sie sich um die Schönen Seiten im FAZ Magazin. Im Rahmen eines Artikels über die Tamponsteuer lernte sie Nanna kennen, deren wichtige Lobbyarbeit für die Senkung der Mehrwertsteuer auf Menstruationsprodukte verantwortlich war. 

 

Als Kind russlanddeutscher Einwander:innen aus nicht-akademischen Verhältnissen hat sie ein besonderes Gespür für die Bedürfnisse marginalisierter Gruppen und legt nicht zuletzt aufgrund ihrer postsowjetischen Sozialisation viel Wert auf Solidarität und Loyalität.  

 

Mit Comms for Equality möchte sie ein sensibilisiertes Netzwerk schaffen, das gemeinsam Tag für Tag daran arbeitet, Frauen und marginalisierte Gruppen sichtbarer zu machen. Denn Veränderung funktioniert nur im Kollektiv.

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